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Foto: Husky

„Ein Ort, der die Vergänglichkeit von Graffiti bewahrt.“

Jahrzehnte lang schlummerte die Fabrik im Zerfall. Über ein Jahrhundert hatte sie ungeheure Mengen an Rohstoffen verschlungen, um Zement zu produzieren für Krieg und Frieden und zum Wiederaufbau. Kühne Architektenträume sind durch den grauen Stoff Realität geworden. Dafür dampfte der Zementdrache ohne Unterlass weißen Rauch aus seinen Schloten und bleichte damit die Umgebung. Als die Energiepreise stiegen, hatte er ausgedient, wurde verscherbelt und sich selbst überlassen.
In seltenen Momenten vergoldet die untergehende Sonne seine Wände. Dieses Licht erschuf eine eigene Welt: Planet Alsen!

Während der Zementdrache geduldig verharrte, höhlte man ihn aus, raubte seine eisernen Eingeweide, um sie gewinnbringend einzuschmelzen. Dabei wurde seine Haut durchlöchert. Wenn auch lädiert, er hielt stand und wandelte sich. Graffiti-Sprüher aus aller Welt machten ihn bunt. Leere Farbdosen säumten wie Opfergaben seine Ränder. Menschen fanden hier Schutz vor dem Einerleitag.
Kreative fühlten sich inspiriert.

Visionen entstanden …

Das Zementwerk Alsen

Im rohstoffarmen Holstein löste ein großes Kreidevorkommen Mitte des 19. Jahrhundert einen Boom aus. Seit 1863 hatte Alsen an der Stör und neben der Bahnlinie nach Hamburg Zement produziert: Die dafür in großen Mengen benötigte Kreide kam per Bahn aus Lägerdorf, der Ton unter anderem aus Wacken. Die für die Öfen notwendige Kohle erreichte Itzehoe auf dem Wasserweg.

Von dieser gewaltigen Industrieanlage gibt es nur noch vier Gebäude sowie einige Ruinen. Das Magazin mit Hallen auf drei Geschossen ist der größte Bau. Eindrucksvoll sind ein 70 Meter hoher Schornstein und ein Betonbottich mit 32 Metern Durchmesser: In diesem Rührwerk wurden einst die Rohstoffe mit Wasser homogenisiert.

Die Graffiti-Sprüher kamen um zu bleiben

Hier wird bald ein Text zu diesem Thema erscheinen.

Den Freiraum erhalten und dokumentieren

Hier wird bald ein Text zu diesem Thema erscheinen.

Planet Alsen e.V.

Förderverein für die kulturelle Entwicklung auf dem Alsen Gelände e.V. / Setus Studt
Waldstraße 44
25524 Itzehoe
planet-alsen.de

Double-H Archiv

Graffiti & Urban-Art Archive – Since 1989
Mirko Reisser
Billhorner Brückenstr. 40
20539 Hamburg
double-h.org

Sanja Ewald

Kulturanthropologin & Kunsthistorikerin
Kulturwissenschaftliche Projektentwicklung
21465 Wentorf bei Hamburg

Yucca Film

Filmische Dokumentationen
Martina Fluck
Österweide 21
25746 Heide / Holstein
yucca-filmproduktion.de